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Richtig lüften.
Schimmel vermeiden.

Neue Fenster sind dicht – das spart Energie, erfordert aber ein Umdenken beim Lüften. Hier erfahren Sie, wie Sie Bauschäden vermeiden und für ein gesundes Raumklima sorgen.

Woher kommt die Feuchtigkeit?

Viele unterschätzen, wie viel Wasser täglich in einem normalen Haushalt entsteht. Ein 4-Personen-Haushalt produziert täglich etwa 10 bis 12 Liter Wasserdampf – allein durch Atmen, Kochen und Duschen.

Tägliche Feuchtigkeitsquellen (Beispiele)

Schlafen (pro Person)ca. 1 Liter
Kochen (für 4 Personen)ca. 1 - 2 Liter
Duschen / Badenca. 0,5 - 1 Liter
Wäsche trocknen (in der Wohnung)bis zu 4 Liter
Pflanzen (mittelgroß)ca. 0,5 Liter
12 Liter

Wasser pro Tag

Das entspricht etwa einem vollen Putzeimer Wasser, der jeden Tag als unsichtbarer Dampf in Ihrer Wohnung schwebt.

Wann ist es zu feucht?

Feuchtigkeit ist unsichtbar – bis es zu spät ist. Achten Sie auf diese Warnsignale, um Schimmelbildung frühzeitig zu verhindern.

Beschlagene Scheiben

Wenn sich Kondenswasser am unteren Rand der Fensterscheibe bildet, ist die Luftfeuchtigkeit im Raum definitiv zu hoch. Sofort lüften!

Klammes Gefühl

Wenn sich Bettwäsche oder Kleidung leicht feucht anfühlen oder es im Raum "muffig" riecht, liegt die Feuchtigkeit oft schon über 60%.

Kalte Außenwände

Hinter Schränken an Außenwänden kondensiert Feuchtigkeit besonders schnell. Hier droht unsichtbarer Schimmel.

Unser Tipp: Hygrometer nutzen

Verlassen Sie sich nicht auf Ihr Gefühl. Ein einfaches Hygrometer (Luftfeuchtigkeitsmesser) gibt Sicherheit.

  • 40% - 60%: Optimaler Bereich (Gesund & sicher)
  • Über 60%: Schimmelgefahr steigt (Lüften nötig!)
  • Über 70%: Akute Schimmelbildung möglich
55%
Perfektes Klima
Schwarze Verfärbung an Fassade durch Kipplüften

Typisches Schadensbild: Schwarzer Schimmelpilz über dem Fenstersturz durch dauerhaftes Kippen.

Häufigster Fehler

Warum "Kippen" der Fassade schadet

Viele glauben, das Fenster "auf Kipp" zu stellen, sorgt für frische Luft. Das ist ein Trugschluss mit teuren Folgen.

Beim Dauerkippen entweicht warme, feuchte Heizungsluft langsam nach oben. Sie kühlt am kalten Fenstersturz (dem Mauerwerk über dem Fenster) ab und kondensiert dort.

Die Folgen:

  • Schwarze Flecken außen: Algen und Schimmel wachsen über dem Fenster an der Fassade.
  • Energieverschwendung: Die Wände kühlen aus, aber die Luft wird kaum ausgetauscht.
  • Schimmel innen: Die Fensterlaibung kühlt so stark aus, dass sich auch innen Schimmel bildet.

Damit Ihre Fenster lange dicht bleiben

Neben dem richtigen Lüften ist auch die Pflege der Dichtungen und Beschläge entscheidend. Trockene Dichtungen werden spröde und lassen Feuchtigkeit durch.

Zum Wartungs-Service

So machen Sie es richtig

Die Lösung ist einfach und kostenlos: Stoßlüften. Öffnen Sie die Fenster mehrmals täglich für wenige Minuten komplett.

Morgens
10 Min.

Nach dem Aufstehen Schlafzimmer komplett öffnen.

Mittags
5 Min.

Kurz Durchzug schaffen, um verbrauchte Luft zu tauschen.

Abends
10 Min.

Vor dem Schlafen noch einmal frische Luft hereinlassen.

Tipps für Vermieter

Als Vermieter haben Sie oft keinen Einfluss auf das Lüftungsverhalten Ihrer Mieter. Um Ihre Immobilie dennoch zu schützen, empfehlen wir:

  • Fensterfalz-Lüfter: Kleine, unsichtbare Lüfter im Fensterrahmen sorgen für eine Mindestlüftung (Feuchteschutz), auch wenn das Fenster geschlossen ist.
  • Merkblatt übergeben: Händigen Sie Mietern bei Einzug eine Lüftungsanleitung aus. Nutzen Sie dafür einfach unsere kostenlose Druck-Vorlage.

Klicken Sie hier, um eine optimierte PDF-Version zum Ausdrucken zu öffnen.

Unser Service für Sie

Wir rüsten Fensterfalz-Lüfter (z.B. Regel-air) auch bei bestehenden Kunststofffenstern nach. Eine kleine Investition, die Schimmel effektiv vorbeugt.

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